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Do, 13.07.17, 09:27

Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

Neue Ausstellung in der Kunsthalle Bremen

Erstmals untersucht ein deutsches Kunstmuseum seine Geschichte auf die Spuren der Kolonialzeit und die Verflechtungen von Handelsgeschichte, Mäzenatentum und Sammlungsgeschichte. Die Kunsthalle Bremen präsentiert mit der Ausstellung „Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit“ ab dem 5. August 2017 die Ergebnisse eines durch die Kulturstiftung des Bundes gefördertes Forschungsprojekts. Die Ausstellung soll eine kritische Schule des Sehens sein und einen Diskussionsraum eröffnen, in dem die Besucher Fragen nach dem Umgang mit dem Fremden vor dem Hintergrund der globalen Handelsgeschichte der Hansestadt Bremen und seinem kolonialem Erbe reflektieren können. Unter anderem mit Arbeiten von Fritz Behn, Paul Gauguin, Paula Modersohn-Becker und Amrita Sher-Gil sowie von japanischen Holzschnittkünstlern und von unbekannten afrikanischen Künstlern.
In der Oberen Rathaushalle wird zeitgleich zur Ausstellung die ortsspezifische Installation "Cui Bono" (2017) des britisch-guyanischen Künstlers Hew Locke (*1959) gezeigt.

Bilder:
1. Paula Modersohn-Becker
Stillleben mit Äpfeln und Bananen, 1905
Tempera auf Leinwand, 67 x 84 cm
Kunsthalle Bremen - Der Kunstverein in Bremen, Foto: Karen Blindow

2. Anonym, Japan 19. Jahrhundert
Blonde Europäerin mit Hut und Blumen
nishiki-e (mehrfarbiger Holzschnitt), 321 x 234 mm
Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

3. Postkarte des ehemaligen „Kolonial-Ehrenmals“ in Bremen,
vor 1945
Sammlung Joachim Zeller

Stichworte

Kunsthalle Bremen, Ausstellung, blinde Fleck, Kolonialzeit