DasViertel

Anders Leben, anders einkaufen!

Mo, 30.01.17, 10:35

Im Zeichen der Lilie.

Neue Ausstellung in der Kunsthalle

Am 01. Februar eröffnet die Kunsthalle Bremen eine neue Ausstellung mit dem Thema der französischen Druckgraphik zur Ziet Ludwig XIV.

Die Ausstellung präsentiert herausragende französische Druckgraphik von 1650 bis 1715, einer Epoche, in der sich der Absolutismus in seiner gannzen Pracht entfaltete. Während der Regierungszeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. bestand die Aufgabe der schönen Künste vor allem darin, Ruhm und Herrrlichkeit des Königs als Staatsmann, Feldherr und Mäzen weit über die Grenzen des Landes hinaus zu verbreiten. Die Druckgraphik eignete sich besonders dafür: Leicht zu transportieren, in großen Mengen herzustellen, wurde sie einzeln oder kostbar gebunden verkauft und stand dezidiert in politischen Diensten.

Zahlreiche, teils monumentale Kupferstiche in ausgezeichneter Qualität und hervorragender Erhaltung spiegeln die Machtentfaltung des französischen Monarchen. Auf höchstem technischemm Niveau zeigen sie die Besitztümer des Königs, seien es Gemälde, Tapisserien, Fresken oder Gebäude. Dramatische Schlachtenbilder illustrieren die militärischen Erfolge des Königs, brillante Porträts halten die Subjekte seines Staatswesens für die Ewigkeit fest, prachtvolle Allegorien führen seine Tugenden vor Augen.

1660 befreite Ludwig XIV. die Kupferstecher von den Regeln der Handwerkszunft undd erhob sie in den Rang freier Künstler. Ab 1663 konnten siie in die königliche Akademie aufgenommen werden, die eine einheitliche Ausbildung sicherstellte. Die in dieser Zeit entstandenen Stiche zeichnen sich durch subtil abgestufte Tonwerte, eine raffinierte Lichtregie und differenziert ausgearbeitete Oberflächen aus. Sie trugen zur Herausbildung eines vorbildlichen französischen Stils bei, der geschmacksbildend für ganz Europa werden sollte.

Es werden rund 70 Arbeiten von 25 Künstlern ausgestellt, u.a. von Gérard Edelinck, Robert Nanteuil, Pierre Drevet, Jean Audran und Antoine Masson.
Der Kupferstecher Anton Würth (* *1957) hat sich mit der ästhetischen Qualität französischer Stiche des Barocks eingehend auseinandergesetzt. Drei seiner Arbeiten fließen als künstlerischer Gastbeitrag in die Ausstellung ein.

Katalog: Zur Ausstellung erscheinnt ein Katalog mit Texten von Christien Melzer und Anton Würth (96 Seiten, rund 100 Abbildungen, 12,-Euro, I ISBN 978-3-935127-33-2).

© Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, Foto: Die Kulturgutscanner-Rosenau

Stichworte

Kunsthalle Bremen, Druckgraphik, Ausstellung, Ludwig XIV.