Hintergrundinformation zur den verkaufsoffenen Sonntagen Zurück

Rahmenbedingungen

Im bremischen Ladenschlussgesetz ist festgelegt, das am Sonntag die Läden geschlossen bleiben müssen. Eine Ausnahme ist in § 10 des LSG geregelt. Hiernach dürfen an höchstens 4 Sonntagen im Jahr aus Anlass von Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen die Läden geöffnet werden. Die Termine werden vom Senat beschlossen.

Da i.d.R. immer mehr Öffnungswünsche als Termine vorhanden sind, hat sich in Bremen folgendes Vorgehen als zielführend erwiesen:

Die Stadtteile, die einen Öffnungswunsch haben, stellen eine Anfrage, die alle notwendigen Informationen enthält, an den Handelsverband Nord West. Dieser sammelt sie und erstellt dann, in enger Zusammenarbeit mit allen beantragenden Initiativen, die Vorschlagsliste mit den Öffnungsterminen und leitet sie an den Senator für Gesundheit als zuständige Behörde weiter. Hier wird geprüft, ob die gesetzlich vorgeschriebenen Kriterien erfüllt sind und leitet sie, wenn ja, an den Senat zu Beschlussfassung weiter.

Normalerweise gelten diese Termine dann für das gesamte Stadtgebiet.

Der Einzelhandelsverband Nordsee (Vorgänger des Handelsverbands Nord West) hat seinerzeit argumentiert, dass es zur Stärkung der Wirtschaftskraft der Stadtteile notwendig sei, die Öffnungsmöglichkeiten stärker zu regionalisieren. Er konnte die Behörden, Kirchen und Gewerkschaften von seiner Argumentation überzeugen. Es gibt daher in Bremen seit einigen Jahren die Möglichkeit, dass 15 Stadtteile an 9 Terminen Sonntagen öffnen. Dieses Gerüst ist ein in intensiven Diskussionen ausbalancierter Interessenausgleich.

Eine Ausweitung der 9/15 Regelung ist weder mit den Kirchen, noch mit den Gewerkschaften oder Behörden möglich.

Die Bremer City als größter Bremer Einkaufsort öffnet an 3 Terminen (Osterwiese, La Strada, Freimarkt) an einem Sonntag. Dem Verhandlungsgeschick der IGV ist es zu verdanken, dass das Viertel als Teil der City betrachtet wird und kann ebenfalls an diesen 3 Terminen zusammen mit City und Wall öffnen. 

Durch die Kooperation mit der CI ist es möglich zu Konditionen, die die Finanzkraft der Betriebe des Viertels nicht überfordern, das notwendige Grundrauschen in der Werbung zu erreichen. Werbung im notwendigen Umfang für einen erfolgreichen Offenen Sonntag lässt sich allein mit Mitteln des Viertels nicht finanzieren.

Kundenbefragungen haben ergeben, dass es einen -überraschend- hohen Austausch zwischen Viertel und City gibt. D.h. beide Standorte profitieren von dem gemeinsamen Angebot, da der Besucher auf kurzer Strecke ein Mainstream und ein individuelles Angebot vorfindet, dass es in dieser Form in keiner Stadt in der näheren/weiteren Umgebung gibt.


Interessengemeinschaft "Das Viertel" e.V.

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