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1/4-Geschäfte beteiligen sich am globalen Klimaaktionstag am 20. September – Susanne Mewis aus dem Weltladen erklärt persönliches Engagement



In einigen Läden im Viertel gehen am kommenden Freitag die Lichter aus – zumindest für eine Stunde, zwischen 12 und 13 Uhr. Grund ist der globale Klimaaktionstag, an dem sich die Geschäfte beteiligen wollen, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Warum Susanne Mewis vom Weltladen bei der Aktion mitmacht, hat sie uns im Interview verraten. 


Susanne, Du hast Dich bei uns im Viertel besonders für die Teilnahme an der Aktion stark gemacht. Ihr schließt sogar von 10 bis 14 Uhr, um an der gesamten Veranstaltung in Bremen teilnehmen zu können. Was hat Dich ganz persönlich dazu bewogen?  


Dass ich mich so viel mit dem Thema Umwelt und Klima beschäftige, liegt natürlich schon in der Idee unseres Ladens begründet. Der Weltladen setzt sich für gerechten Welthandel und damit auch für eine gerechtere Welt ein. 

Und heute spielt das Klima eine immer wichtiger werdende Rolle. Vor allem in anderen Teilen der Welt sieht es dramatisch aus - Dürren, Überschwemmungen und andere Extreme. Das bekommen auch unsere Handelspartner zu spüren, wie wir direkt von ihnen erfahren! Nehmen wir das Beispiel „Kaffee“: Es gibt immer mehr Kaffeeschädlinge, die sich aufgrund der neuen Klimabedingungen ausbreiten und zu Ernteausfällen führen. Um sich den veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen, brauchen die Kaffeebauern Unterstützung in Form von Geld und Knowhow. Für unsere Handelspartner, aber auch für uns selbst, unsere Kinder und Enkelkinder möchte ich mich einsetzen.


Wie genau setzt Du Dich beruflich und privat für eine bessere Umwelt ein? 


Beispielsweise, indem ich hier im Weltladen und auch zuhause nur auf Ökostrom setze, schon seit zig Jahren! Wir haben im Geschäft außerdem nach und nach auf stromsparende LED-Lampen umgestellt. Fast alle Transporte, die wir machen, machen wir mit dem Fahrrad. Die meisten bei uns im Team haben auch gar kein Auto zur Verfügung, soweit ich weiß. Ich selbst fliege übrigens auch nicht. Als ich letztens in Frankeich war, ging es mit dem Bus hin und mit dem Zug zurück. Meine Freundin konnte sich das erst gar nicht vorstellen. Ansonsten kaufe ich – so gut es geht, 100 Prozent ist immer schwer – nur Bio und regional. 


Beim Thema Klima kommt man im Jahr 2019 um einen Namen nicht herum: Greta Thunberg. Die junge Umweltaktivistin aus Schweden polarisiert, genauso wie die öffentliche Debatte. Wie siehst Du das Ganze? 


Ich denke, dass man das Thema nicht nur an einer Person festmachen sollte. Aber ich bewundere trotzdem, was Greta alles geschafft hat und wie viel derzeit diskutiert wird. Klar, wollen sich viele auch mit ihrer Solidarität schmücken – doch solange sich wirklich etwas tut, freue ich mich. Aus den Reden müssen jetzt allerdings Aktionen folgen! Ich bin daher auch sehr gespannt, welche Ausmaße der kommende Freitag wirklich annimmt und welche Beschlüsse seitens der Politik daraus folgen. 


(Anmerkung der Redaktion)

Diese Läden haben sich bei uns ein Plakat für die Teilnahme am Klimaaktionstag bestellt:



Sicherlich werden noch weitere Geschäfte im Viertel an der Aktion teilnehmen!


Mehr Infos zur Demo in Bremen unter www.bund-bremen.net


Allgemeines unter www.klima-streik.org