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Neue Optik für die „Helene“

Kulturbehörde schreibt Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Eingangsbereiches zur Helenenstraße aus - Kunstschaffende präsentieren erste Vorschläge

Für viele ist sie nicht mehr als eine Schmuddelecke, für andere gehört sie fest zur Geschichte des Stadtteils dazu: die „Helene“, das berühmt berüchtigte Herz des Rotlicht-Milieus im Viertel. Nun soll der Eingangsbereich zur Straße ein neues Gesicht bekommen. In einem Wettbewerb hat die Kulturbehörde Künstler, Gestalter aus Bremen und Studierende der Hochschule für Künste in Bremen und Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg dazu aufgerufen, entsprechende Vorschläge einzureichen. Der Wettbewerb läuft im Rahmen des Programms „Kunst im öffentlichen Raum“, das 2018 vom Senator für Kultur ins Leben gerufen wurde. Kunstprojekte dieser Art sollen laut Kulturbehörde Verwahrlosung verhindern.

Auch Viertel-Künstler und Fotograf Phil Porter nimmt mit seinem Team an der Aktion teil und hat seine Interpretation jüngst in den Sozialen Medien präsentiert. Zum Entwurf schreibt er: „Die Arbeit im Rotlicht ist, wenn man so möchte, der letzte große Mythos unserer Zeit, das letzte große Geheimnis. (…) In unserem Entwurf für die Helenenstraße zeigen wir die beflügelnde Wirkung des Fantastischen, des Unerreichbaren und der Magie der nächtlichen Stadt.“

Ob sich Phil Porter damit durchsetzen kann oder ob zum Beispiel der Bremer Schriftsteller, Maler und Redner Sönke Busch mit seinem provokanten Schriftzug „Die Würde des Menschen ist unfickbar“ punktet, wird sich zeigen.

Einsendeschluss für alle Entwürfe ist Montag, 2. März 2020. Mehr Infos unter: www.staedtischegalerie-bremen.de/kunst-im-oeffentlichen-raum/wettbewerbe/