Veranstaltungen · Ausstellungen

Kosmos Marcks

Ornament und Befreiung

Vom 24.06.2018 bis zum 16.09.2018

täglich, während der Öffnungszeiten 

Dienstag und Mittwoch
Freitag – Sonntag 10-18 Uhr
Donnerstag 10-21 Uhr

Figur von Gerhard Marcks: Aus der Form kommt der Rohguss des stehenden Geigers zum Vorscheinen. Angusssystem und Luftkanäle sind mitgegossen. Die Stifte, die den inneren Kern nach dem Ausschmelzen des Wachses an die äußere Gips-Schamottehülle gebunden haben, stecken noch in der Figur.

Wenn vom Ornament in der Architektur die Rede ist, fällt sofort der Name des Wiener Baumeisters Adolf Loos (1870-1933). Sein berühmtes Wort vom "Ornament als Verbrechen" im Jahr 1908 gilt den meisten Architekten als Evangelium, gegen das nur verstoßen könne, wer seinen Ruf als ernsthafter Baukünstler der Moderne verlieren wolle. Loos hatte seine Abrechnung mit dem Ornament auf eine eigenwillige Interpretation des Tatoos gestützt: "Der moderne Mensch, der sich tätowiert, ist ein Degenerierter oder Verbrecher". Entsprechend, "unmodern" sei alle Fassadenzier. Aber für Gerhard Marcks bedeutete das Ornament etwas durchaus Positives, eine sinnfreie Verzierung und das Herausstellen der in der Natur enthaltenen architektonischen Elemente. Im positiven Sinne beschrieb er damit Ordnung und Muster, zwei Hauptkategorien seiner eigenen Kunst. Anhand von 40 Exponaten (Zeichnungen und Skulpturen) zeigt die Ausstellung, welche Rolle für Marcks das Ornament in den verschiedenen Phasen seines Œuvres spielte.

http://marcks.de/de/besuch/veranstaltungskalender/

Gerhard-Marcks-Haus

Mo, Di, Mi, Fr, Sa, So: 10:00 - 18:00 · Do: 10:00 - 21:00

Am Wall 208

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