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„Es war einmal in Brasilien“ - Paula Macedo Weiß im Gespräch mit Sven Weingärtner

Kunsthalle Bremen

Dienstag, 3. Mai 2022, 19 Uhr
Lesung und Autorinnengespräch

„Es war einmal in Brasilien“ - Paula Macedo Weiß im Gespräch mit Sven Weingärtner

Was bedeutet es, in einer Diktatur zu leben? Welche Folgen hat die Diktatur in Brasilien? Und wie werden diese in den Fotografien von Richard Mosse sichtbar? Anlässlich der Ausstellung „Richard Mosse“ (bis 31. Juli 2022) lädt die Kunsthalle Bremen zu einer Lesung und einem Gespräch mit der in Brasilien geborenen Kunstkennerin und Autorin Paula Macedo Weiß ein, die ihre Biographie „Es war einmal in Brasilien“ vorstellt und über die aktuelle politische Lage Brasiliens reflektiert.

Als Paula Macedo Weiß 1969 im brasilianischen Bundesstaat Paraná geboren wird ist das Militär bereit seit fünf Jahren an der Macht. In ihrem Buch „Es war einmal in Brasilien“ (Dielmann Verlag, 2021) beschreibt sie das Aufwachsen in einer Diktatur. Dafür verbindet sie so anschaulich wie eindrucksvoll persönliche Erinnerungen mit der Beschreibung gesellschaftlicher und politischer Verhältnisse und dem Versuch engagierter Bürger*innen, demokratische Werte aufrecht zu erhalten. Ausgehend von ihrer Biographie, aus der Paula Macedo Weiß an diesem Abend liest, reflektiert sie nicht nur brasilianische Geschichte, sondern auch die aktuelle politische Entwicklung des Landes. Sie bezieht sich dabei auf die Werke von Richard Mosse, der in seinen Fotoserien „Ultra“ (2019/20) und „Tristes Tropiques“ (seit 2020) die Zerstörung des Amazonas Regenwaldes zeigt und sich so mit den Folgen der Politik des Bolsonaro-Regimes auseinandersetzt: Der massive Raubbau in diesem fragilen Ökosystem und der damit einhergehende ruinöse Umgang mit der indigenen Bevölkerung.

Moderation: Sven Weingärtner

Kosten: 6,- €

Anmeldung unter: www.kunsthalle-bremen.de/kalender